Bauprojekt abgeschlossen

Raiffeisenagrar wertet Standort in Grafeld auf

14. April 2013 / Grafeld

Es war mehr als nur eine Geschäftseröffnung. Es war ein Volksfest. Nach den Neu- und Umbauarbeiten eröffnete der Raiffeisenagrar-Standort Grafeld wieder seine Tore. Der ganze Ort war auf den Beinen, um sich zu informieren.

 

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Bildunterschrift:

Es gab viel zu begutachten bei Raiffeisenagrar. Der Besuch machten den Gästen sichtlich Spaß.

Foto: Erika Schwietert

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Vorstand Franz-Josef Morhaus hieß zunächst die Gäste in der Lagerhalle willkommen – darunter die Abordnungen der Grafelder Vereine. Geschäftsleute sowie den Aufsichtsrat mit seinem Vorsitzenden Karl Hülsmann. „Nach relativ kurzer Bauzeit und trotz wenig überzeugender Witterungsverhältnisse in den vergangenen Monaten konnte die Anlage termingerecht fertiggestellt werden. Das wollen wir heute ein wenig feiern“, sagte Franz-Josef Morhaus.

 

In seinem Rückblick ging er auch auf den Werdegang des Standortes ein. „Wenn der Standort Grafeld mit einem Namen verbunden ist, dann ist es der Name Hermann Kuper, der von 1957 bis 1995 Geschäftsführer und Rendant der Genossenschaft war“, so Franz-Josef Morhaus. Er habe 38 Jahre lang die Geschicke des Standortes geprägt.

 

Vor acht Monaten nun habe der Umbau begonnen. Ein Abrissbagger habe dafür gesorgt, dass innerhalb einer Woche alles in Schutt gelegen habe. Damit sei das 1958 fertiggestellte Objekt, das das Ortsbild geprägt habe, Geschichte gewesen. Bis 1991 sei in dem Gebäude auch die Raiffeisenbank – heute VR-Bank – untergebracht gewesen. „Einige sehnen sich noch heute in diese Zeit zurück. Ob Schweinefutter, Kalk-Ammon, Bargeld, Zinsen, Bausparverträge, Sparbuch, Siloplanen oder E605 – alles gab es aus einer Hand und mehr oder weniger über einen Tresen“, erinnerte Franz-Josef Morhaus an längst vergangene Zeiten. Er wies auf die im Keller installierte Gemeinschaftsgefrieranlage mit etwa 80 Einzelfächern hin und ging auf die 1968 erbaute Mahl- und Mischanlage ein. „Im Rahmen meiner Lehre zum Bankkaufmann war ich drei Monate direkt am Mischer tätig“, so Franz-Josef Morhaus.

 

Nach der Vergrößerung 1978 produzierte die Anlage im Monat bis zu 1500 Tonnen Mischfutter. 2009 aber war in diesem Bereich Schluss. Das Kraftfutterwerk in Ankum nahm seinen Betrieb auf. Die Befürchtungen, dieses sei das schleichende Ende des Standortes Grafeld, bewahrheiteten sich aber nicht. „Ich denke, diese Vermutungen lassen sich mit der nun hier vollzogenen Investitionsmaßnahme eindeutig widerlegen“, beendete Franz-Josef Morhaus seinen Rückblick.

 

In der Genossenschaft sind übrigens inzwischen insgesamt 180 Mitarbeiter tätig, davon rund 50 im Bankgeschäft. Das Einzugsgebiet reicht von Badbergen über Ankum und Nortrup bis nach Bawinkel, von Freren über Voltlage bis nach Neuenkirchen – mittendrin Grafeld.

 

Über Details des Standortes Grafeld informierte Cord Wierper. 6000 Tonnen Getreide können gelagert, 160 Tonnen Nassmais getrocknet werden. In zehn Silozellen wird Futtermittel bereitgehalten. 1500 Tonnen Dünger gibt es vor Ort. Weiterhin gibt es zwei Stückguthallen sowie moderne Verkaufs-, Büro- und Geschäftsräume. Auch auf einen Raiffeisenfachmarkt muss niemand verzichten.

 

„Wir erleben hier eine entscheidende Weichenstellung“, betonte unterdessen Bürgermeister Volker Brandt vor dem Hintergrund des Strukturwandels ländlicher Regionen. Für die Grafelder Vereine gratulierte Ann Oldiges. Sie machte deutlich, dass Raiffeisenagrar der Partner vor Ort sei. „Wir wünschen alles Gute“, betonte sie.

 

Weinproben für die Erwachsenen, eine Springburg und das Autoland für die Kinder sowie viele Verzehr- und Informationsstände nebst einer Tombola rundeten das Angebot ab.

 

Bericht im Bersenbrücker Kreisblatt