Mitarbeiter sind der größte Vermögenswert

VR-Bank zog Bilanz – Wieder zehn Prozent Dividende auf Geschäftsanteile

27. August 2013 / Eggermühlen/Neuenkirchen / jp

„Das Modell Bank und Ware lebt“, bescheinigte Hans-Georg Bruns, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Agravis Münster, der VR-Bank im Altkreis Bersenbrück, dafür ein hervorragendes Beispiel zu sein. Und das über die Kreisgrenzen hinweg, denn seit der Verschmelzung im vergangenen Jahr mit der RWG Bawinkel-Freren gehören auch mehrere emsländische Standorte zur Raiffeisenagrar, dem Warenbereich der VR-Bank.

 

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Bildunterschrift:

Seit 60 Jahren ist der Nortruper Albert Bekermann Mitglied der Genossenschaftsbank. Aufsichtsratsvorsitzender Karl Hülsmann gratulierte mit den Vorstandsvertretern Ralf Stolte (links) und Franz-Josef Morhaus.

Foto: Josef Pohl

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So war es auch nicht verwunderlich, dass sich zur Generalversammlung der VR-Bank im Saal Böhmann in Eggermühlen mit 238 Mitgliedern so viele Teilnehmer wie noch nie in der Unternehmensgeschichte in die Teilnehmerliste eintrugen. Voller Zufriedenheit nahmen sie die Zahlen zu Kenntnis, die für den Bankbereich die Vorstandsmitglieder Franz-Josef Morhaus und erstmalig Ralf Stolte präsentierten.

 

Auf fast 270 Millionen Euro belief sich im vergangenen Jahr die Bilanzsumme des Unternehmens, das in den zurückliegenden fünf Jahren seine Mitgliederzahl um 40 Prozent steigerte. „Ihr Geld ist in unserer Bank hundertprozentig sicher“, erklärte Morhaus den Mitgliedern, die sich aber am meisten darüber freuten, dass sie erneut am Bilanzgewinn von 947.000 Euro ihren Anteil haben. Sie stimmten dem Vorschlag des Vorstandes, zehn Prozent Bruttodividende auf die Geschäftsanteile zu zahlen uneingeschränkt zu. Und im Warenbereich gab es zudem für die Mitglieder eine Warenrückvergütung von rund 670 000 Euro.

 


Warum die VR-Bank im Altkreis Bersenbrück so erfolgreich ist, das machte Ralf Stolte auch an der Unternehmensphilosophie fest. Auch wenn die Bank ihr Eigenkapital im abgelaufenen Geschäftsjahr noch einmal kräftig aufstocken konnte, so sah das Vorstandsmitglied den größten Vermögenwert in den Mitarbeitern, die sich mit der Genossenschaft identifizierten. „Ohne euch wäre so ein tolles Ergebnis nicht möglich gewesen“, so Stolte. Mit genossenschaftlichen Werten werde ein erfolgreicher Weg eingeschlagen, getragen von den vier Säulen Partnerschaft, Engagement, Qualität und Erfolg.

 

Das Mischfutterwerk in Ankum sei fast ausgelastet, wusste Günter Lonnemann aus dem Warenbereich zu berichten, in dem es alleine durch die höheren Getreidepreise ein Umsatzplus von acht Millionen Euro gegeben habe.

 

Holzpellets – in diesem Bereich wird sich die Raiffeisenagrar stärker engagieren. Dafür legte sich die Genossenschaft ein eigenes Fahrzeug zu, in Bawinkel können im Turm gut 500 Tonnen Holzpellets eingelagert werden. „Die Sache läuft recht gut an“, so Ansgar Böker, der auf die Strategie für den emsländischen Bereich einging. Das alte Mischfutterwerk in der Langener Ortsmitte sei aufgegeben worden, dafür werde der Standort im dortigen Gewerbegebiet ausgebaut. In Bawinkel werde verstärkt auf den Raiffeisenmarkt mit den Sparten Heim und Tier, Holzpellets und Baustoffe gesetzt. Er dankte den Mitarbeitern, die nicht nur die Umstellung in der EDV bewältigt hätten, sondern
zum Teil auf andere Arbeitsplätze im Unternehmen gewechselt seien.

 

Johannes Freundlieb, Prüfungsdienstleiter beim Genossenschaftsverband, ging in seinem Bericht näher auf das Zahlenwerk der VR-Bank ein, der er genügend Potenzial bestätigte, um alle Risiken des Geschäfts abdecken zu können.

 

Aufsichtsratsvorsitzender Karl Hülsmann zeichnete zusammen mit dem Vorstand zahlreiche Mitglieder für 50 und 60 Jahre Treue zur VR-Bank im Altkreis Bersenbrück aus.