Raiffeisenagrar setzt auf QM

Ankum: Schimmelmais? Kein Thema

10. März 2013 / Ankum / Georg Geers

Schimmelmais im Futter? Vor solchen Pannen soll ein umfangreiches Qualitätsmanagement die Raiffeisenagrar schützen. Und sowieso: In den Futterwerken im Altkreis Bersenbrück und im Emsland wird nur Getreide aus der Region verarbeitet, keine Ware zweifelhafter Herkunft vom Weltmarkt.

 

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Bildunterschrift:

Keine Angst vorm Audit: Christian Ribbers, Clemens aus dem Moore, Norbert Krull, Geschäftsführer Günter Lonnemann, Bernhard Potratz und Florian Beckmann (von links).

Foto: Georg Geers

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Verdorbener Mais aus Serbien erschütterte gerade wieder einmal das Vertrauen des Verbrauchers in die Landwirtschaft und in die Sicherheit der Lebensmittel. Mithilfe eines ausgefeilten Kontrollsystems kann die Raiffeisenagrar den Einsatz verunreinigter Rohstoffe ausschließen.

 

Geschäftsführer Günter Lonnemann hat gerade Dekra-Mitarbeiter zum Audit-Termin im hochmodernen Werk in Ankum. Er verweist darauf, dass auch die Kontrolleure des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) jährlich mehrfach auf der Matte stehen, und zwar ohne Anmeldung. „Unser zertifiziertes Qualitäts-Managementsystem stellt ein höchstes Maß an nachvollziehbaren Kontrollen im gesamten Unternehmen sicher“, sagt Lonnemann. „Sämtliche Rohstoffe, die bei uns verarbeitet werden, durchlaufen einen komplexen Check. Das bei der Raiffeisenagrar verarbeitete Getreide stammt ausschließlich von Betrieben aus der Region.“

 

Die Tochtergesellschaft der VR-Bank eG im Altkreis Bersenbrück beschäftigt 130 Mitarbeiter an 14 Standorten und produziert jährlich 150000 Tonnen Mischfutter. Das Qualitätsmanagement richtet sich nach dem GMP-Handbuch für Kontrolle für Handel, Lager und Umschlag. Zertifiziert wird es von der Dekra-Certification. Deren Mitarbeiter Bernhard Potratz überprüfte im Werk am Walsumer Esch in Ankum Warenannahme, die Rückstellprobenahme, die Mischprozesse und auch die Beladung der Lieferfahrzeuge. Sein Ergebnis: „Keinerlei Einwände.“

 

Seit 2011 bündeln mehr als 20 Mischfutterwerke ihre Informationen beim Rohstoffeinkauf in der AFS (Verband Allgemeinde Futtersicherheit). Diese Vernetzung in der Belieferungskette schaffe zusätzliche Sicherheit, fügt Clemens aus dem Moore hinzu, QM-Beauftragter der Raiffeisenagrar. AFS erfasst die Produktion von 22 Millionen Tonnen Mischfutter, so aus dem Moore, 16,7 Millionen Tonnen davon werden in Nord- und Westdeutschland erzeugt.

 

Bericht im Bersenbrücker Kreisblatt