VR-Bank erschließt in Grafeld „eine richtig schöne Ecke“

Häuslebauer können im neuen Grafelder Baugebiet starten

21. August 2014 / Grafeld / cg

Das neue Baugebiet „Holthöchte II“ in Grafeld ist bei Häuslebauern begehrt. Mehr als die Hälfte der insgesamt 29 Parzellen auf dem 3,4 Hektar großen Gebiet am nördlichen Dorfrand ist verkauft. Ende Juni waren die Kanäle für Schmutz- und Regenwasser verlegt, sodass die Straße asphaltiert werden konnte. Auch das Straßenschild steht. Inzwischen wird das erste Eigenheim gebaut. Da war es nun an der Zeit für die technische Abnahme.

* * *

Bildunterschrift:

Einwandfreie Arbeit lieferten Straßenbauer und Wasserverband im Baugebiet „Holthöchte
II“ in Grafeld ab. Vertreter der Firmen, der Gemeinde, der VR-Bank und des Wasserverbandes nahmen das Gebiet in Augenschein.

Foto: Christian Geers

* * *

Diplom-Ingenieur Reinhard Kock, der für das Ingenieurbüro Hans Tovar und Partner die Erschließung koordiniert und überwacht hatte, war beim Ortstermin „richtig begeistert“. Das sei alles „ruck, zuck“ gegangen, im Zusammenspiel mit den Grundstückseigentümern seien praktikable Lösungen gefunden worden. Straßenbauer und Wasserverband Bersenbrück hätten eine gute Arbeit abgeliefert. Und: „So ein schönes Baugebiet“ habe er übrigens noch nie gesehen, spielte Kock auf den Zustand der einzelnen Parzellen an: Die wurden nach der Vermessung mit Gras eingesät und machen einen gepflegten Eindruck. „Das sieht doch top aus.“


Zufrieden mit dem Ergebnis ist auch Franz-Josef Morhaus, Vorstandsmitglied der VR-Bank im Altkreis Bersenbrück. Deren Tochter, die VR-Immobilien GmbH, hat die Vermarktung des Baugebietes, das an das Wohngebiet „Holthöchte“ angrenzt und zwischen Schulweg und Herzlaker Straße liegt, übernommen. Die VR-Immobilien GmbH erwarb dazu Flächen von der Gemeinde und einigen Eigentümern. Und als sich nach einer Informationsveranstaltung in Grafeld deutlich abgezeichnet habe, dass das Bauland sehr begehrt sei, sei sofort mit der Erschließung begonnen worden. In einer „Nacht- und Nebelaktion“ sei mit den 16 Interessenten ein Notartermin vereinbart worden, schmunzelte Morhaus. Für ihn ist das neue Baugebiet „eine richtig schöne Ecke“.


Für Berges Bürgermeister Volker Brandt sind die 29 Bauplätze „genau der richtige Schritt, um junge Familien in Grafeld zu halten“. Im Wohngebiet „Holthöchte I“ stehe nur noch ein Bauplatz zur Verfügung. Schon 2012 habe die Gemeinde erstmals über das Baugebiet nachgedacht und sich positiv zur Initiative der VR-Bank im Altkreis Bersenbrück geäußert. Die übernimmt alle entstehenden Kosten (also für die Straße, die Kanalbauten und den Spielplatz). Probleme, die es zunächst durch landwirtschaftliche Betriebe in unmittelbarer Nähe gegeben habe, seien im Einvernehmen mit allen Beteiligten gelöst worden, so Brandt.


Erschlossen werden die 29 Bauplätze, die in Form eines auf dem Kopf stehenden „L“ angeordnet sind, durch eine rund 600 Meter lange Straße, die den Namen Plaggenesch trägt. Damit, so der Bürgermeister, werde an den kulturell außerordentlich wertvollen Boden erinnert, den es in dieser Form in vielen Orten des Altkreises Bersenbrück gebe.