Einstimmige Beschlüsse gefasst

Gute Dividende bei VR-Bank im Altkreis Bersenbrück

8. September 2015 / Freren/Neuenkirchen / sw

Die VR-Bank im Altkreis Bersenbrück mit dem Zweigbetrieb Raiffeisenagrar hatte zur ordentlichen Generalversammlung nach Freren eingeladen. Erstmalig nach der Fusion vor drei Jahren mit der Raiffeisen-Warengenossenschaft Bawinkel Freren war diese Zusammenkunft im Emsland. Erfreuliche Zahlen gab es für die Genossen zu hören, zumal auch auf die Anteile eine Bruttodividende von zehn Prozent gezahlt wird.

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Bildunterschrift:

Flankiert von den Vorstandsmitgliedern Ralf Stolte (links) und Franz-Josef Morhaus (rechts) und Aufsichtsratvorsitzender Karl Hülsmann (Dritter von links) die anwesenden Jubilare Hubert Briede, Theodor Kemmlage, Anni Richter, Johannes Abing, Franz Lienesch und Heinz Olding.

Foto: Siegfried Wistuba

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Der Vorsitzende des Aufsichtsrates Karl Hülsmann eröffnete die 82. Generalversammlung und brachte besonders seine Freude über die Rekordbeteiligung von 269 stimmberechtigten Mitgliedern zum Ausdruck.

Im Bericht des Vorstandes stieg Franz-Josef Morhaus nach einem kurzen Streifzug zur gesamtwirtschaftlichen Lage gleich mit den Details zur Unternehmensentwicklung ein. Anhand von eindrucksvollen Charts konnte er von einer durchaus positiven Entwicklung des Bankbereiches mit seinen sieben Filialen 2014 berichten.

Jahresüberschuss von 909.000 Euro

Dabei entwickelten sich die Kreditgewährungen um plus 8,4 Prozent, in den vergangenen vier Jahren sogar um 43 Prozent auf 191,3 Millionen Euro. Die Einlagen der Mitglieder und Kunden beliefen sich bei einem Plus von vier Prozent auf 163,6 Millionen. Die gesamte Aktiva und Passiva führte schließlich zu einer Bilanzsumme von 283,377 Millionen Euro und ergab in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung einen Jahresüberschuss von 909.000 Euro von dem eine Dividende in Höhe von zehn Prozent auf das Mitglieder-Geschäftsguthaben vorgeschlagen wurde. Damit kann sich das Unternehmen im Vergleich zu den Genossenschaftsbanken im Weser-Ems-Bereich und auch im Bundesvergleich durchaus sehen lassen, so Franz-Josef Morhaus.

Bankenrechtliche Regulierungen

Vorstandskollege Ralf Stolte ergänzte die Ausführungen mit einem Blick in die Zukunft und auf die notwendigen Maßnahmen, die zur Erhaltung und weiteren Steigerung der einzelnen Geschäftsfelder in einem von Veränderungen geprägten Umfeld notwendig sind.

Die bankrechtlichen Regulierungen, der demografische Wandel, das niedrige Zinsniveau, der zunehmende Wettbewerb, die strukturellen Veränderungen in der Landwirtschaft und technologische Entwicklungen sind nur einige Punkte, die Herausforderungen und Chancen bieten, auf die Ralf Stolte hinwies. Die Einzelstellung in der Region mit den Geschäftsfeldern Bank und Ware, aber auch die engagierten 191 Mitarbeiter und elf Auszubildenden mit den um 278 auf 6417 gestiegenen Mitgliedern stellten ein sicheres Fundament für die Zukunft dar.

Für das Warengeschäft der Raiffeisenagrar erläuterte Geschäftsführer Ansgar Böker die Situation des Geschäftsjahres 2014, die sich durch verschiedene Einflüsse, aber besonders durch geringere Getreideumsätze, nicht so positiv habe entwickeln können und gesamt gesehen zu einem leichten Umsatzminus geführt habe.

Über die sechs Aufsichtsratssitzungen des 17-köpfigen Gremiums berichtete der Vorsitzende Karl Hülsmann in einer Zusammenfassung, bevor Johannes Freundlieb vom Genossenschaftsverband Weser-Ems in Oldenburg einen ordnungsgemäßen Jahresabschluss bestätigte und seinen Glückwunsch zum guten Ergebnis aussprach.

Beschlüsse erfolgten einstimmig

Als Ausdruck der Zufriedenheit aller Mitglieder mit der Arbeit des Vorstandes und Aufsichtsrates kann gewertet werden, dass alle Beschlussfassungen zur Feststellung des Jahresabschlusses 2014, zur Verwendung des Jahresüberschusses 2014, zur Entlastung der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates einstimmig erfolgten. Mit dem gleichen Vertrauensbeweis wurde die Wiederwahl von sechs Aufsichtsratmitgliedern und acht Warenbeiratsmitgliedern durchgeführt.

Im Tagesordnungspunkt 11 ging es um die Ausgliederung der Mischfutter-Produktion des Standortes Ankum mit dem Standort Lingen der Agravis-Raiffeisen AG in eine gemeinsame GmbH ging. Bis auf eine Enthaltung stimmten alle Mitglieder für den Vorschlag des Vorstandes.

29 Genossen seit 50 Jahren dabei

Seit 50 Jahren Mitglied in der Genossenschaftsbank oder dem Zweigbetrieb Agrar sind aus Grafeld Franz Heinrich Lienesch und August-Wilhelm Schaap; aus Lengerich Venna-Marie Meiß; aus Neuenkirchen Johannes August Abing, Hubert Briede, Erich Kenning, Josef Kolker, Bernhard Langelage, Johann Heinrich Olding, Bernhard Ostermann, Winfried Schmidt und Theodor Sellmann; aus Nortrup Antonius Brundiers, Georg Schulte Grafkamp, Theodor Kemmlage, Albert Laubenstein, Helmut Middendorf, Josef Schmidt, Josef Vogt und Heinrich Wille; aus Osnarück Siegfried Diekmann; aus Recke Josef Steinemann; aus Voltlage Alfons Berens, Johannes Gertken, Johannes Theodor Hampeter, Erich Hartken, Bernhard Kipp und Anni Richter sowie aus Wallenhorst Fritz Baier.

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Bildunterschrift:

Die Zahlen erläuterte Vorstandsvertreter Franz-Josef Morhaus den Mitgliedern.

Foto: Siegfried Wistuba

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Bericht im Bersenbrücker Kreisblatt