VR-Bank modernisiert ihre Filiale in Voltlage

Umbau beginnt im August

9. Juli 2015 / Voltlage / cg

Die VR-Bank im Altkreis Bersenbrück wird ihre Filiale in Voltlage umgestalten. Im August sollen die Bauarbeiten im Gebäude in der Küsterstraße beginnen. Eine halbe Million Euro lässt sich die Genossenschaftsbank den zeitgemäßen Umbau kosten. „Das ist ein Bekenntnis zum Standort Voltlage“, sagen die Vorstandsmitglieder Franz-Josef Morhaus und Ralf Stolte.

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Bildunterschrift:

So soll die Voltlager Filiale der VR-Bank im Altkreis Bersenbrück im November aussehen. Die Pläne für den im August beginnenden Umbau präsentierten die Bankvorstände Ralf Stolte (Zweiter von links) und Franz-Josef Morhaus (Dritter von links) mit den Kundenberatern Hubert Franz (links) und Frank Gilgenbach.

Foto: Christian Geers

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  • Zehn Jahre nach der letzten Umgestaltung möchte die Genossenschaftsbank ihre Filiale erneut den Standards in Service und Beratung anpassen.
  • Der Umbau, der im August beginnt, soll etwa drei Monate dauern und rund 500.000 Euro kosten.
  • „Das ist ein Bekenntnis zum Standort Voltlage“, sagen die Vorstandsmitglieder der VR-Bank im Altkreis Bersenbrück, Franz-Josef Morhaus und Ralf Stolte.

Der Architekt hat seine Ideen zu Papier gebracht, in Kürze gehen die Aufträge an die Unternehmen heraus, die, soweit möglich, aus der Region kommen sollen. Die Vorarbeiten sind also erledigt, damit im August die Handwerker anrücken können. Die haben ein gutes Vierteljahr Zeit, um die Wände im Erdgeschoss einzureißen und die Fläche völlig neu zu strukturieren. Denn die VR-Bank will in Voltlage im Bereich Service und Beratung noch besser werden.

Voltlager Filiale ist die drittgrößte der VR-Bank im Altkreis Bersenbrück

Die Selbstbedienungszone im Eingangsbereich mit Geldautomat und Kontoauszugsdrucker wird künftig Teil des Servicebereichs werden. Nach Geschäftsschluss wird dieser durch eine transparente Schiebewand vom SB-Bereich abgetrennt. „Der bisherige Zustand ist unhaltbar“, erläutert Morhaus. Bei der Umgestaltung hat sich der Architekt an der Hauptstelle in Neuenkirchen orientiert. Auf größere und hellere Büros mit moderner Ausstattung dürfen sich die Kundenberater freuen. Aufgehübscht wird auch der Wartebereich mit Kaffeeautomat, und der Raum mit den Kundenmietfächern wird den modernen Standards angepasst.

Auch die Außenfassade wird modernisiert, sie erhält ein Wärmeverbundsystem und einen weißen Anstrich. Das Flachdach wird saniert und so umgebaut, dass mehr Licht in den Servicebereich fällt. Das Dach bekommt eine Verkleidung aus Zinkblech, der Eingangsbereich ein neues Glasvordach.

Alles in allem summiert sich dieser Umbau auf 500.000 Euro. Eine Summe, die der Bankvorstand für vertretbar und für gerechtfertigt hält. Die Voltlager Filiale ist die drittgrößte der insgesamt sieben Zweigstellen der Genossenschaftsbank und eine, die Zahlen liefert, die Bankvorstand, Aufsichtsrat und eben alle Mitglieder sehr zufrieden macht: Mit einem Kreditvolumen von 27 Millionen Euro und Einlagen in Höhe von 25 Millionen „ist Voltlage eine sehr gute Filiale“, sagt Morhaus.

Die Zukunftsausrichtung sei deshalb klar: „Wir investieren in eine moderne Bankstelle, und das in Zeiten, in denen sich Banken und Sparkassen aus der Flächen zurückziehen“, ergänzt Ralf Stolte. „Filialschließungen sind für uns kein Thema.“ Zwar nutzten die Kunden der Genossenschaftsbank durchaus die Möglichkeiten des Onlinebanking, „aber bei ihnen stehen persönlicher Kontakt und das Gespräch mit unseren Mitarbeitern an erster Stelle, gerade wenn es um Vertragsabschlüsse geht“.

Gebäude der früheren Warengenossenschaft sollen 2016 abgerissen werden

Eine Ansicht, die eine Kundenbefragung der VR-Bank im Altkreis Bersenbrück aus dem Jahr 2014 bestätigt: 92 Prozent der VR-Bank-Kunden halten es danach für „nicht vorstellbar“, über soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter Kontakt mit der Bank aufzunehmen. Unter den acht Prozent, die auf diesem Weg durchaus mit der Bank kommunizieren möchten, beträgt der Anteil der Kunden zwischen 16 und 30 Jahren 16 Prozent.

Voltlage soll nach dem Willen des Bankvorstands weiterhin mit einem fünfköpfigen Team aus Privatkunden-, Firmenkunden- und Wertpapierberater besetzt bleiben. „Das sind unsere Kompetenzträger vor Ort“, sagt Franz-Josef Morhaus.

Für die Zeit des Umbaus wird die Bank ausquartiert in die angrenzenden Gebäude der früheren Warengenossenschaft. Die steht weitgehend leer und wird nur noch als Lager für Kunstdünger genutzt. Doch auch diesen Leerstand will die VR-Bank im Altkreis Bersenbrück bald beseitigen. 2016 sollen die Gebäude und Mischturm verschwinden. Was auf dem freien Gelände entstehen könnte, steht noch nicht fest.

Bericht im Bersenbrücker Kreisblatt