Geldsegen für mehr als 30 Organisationen

VR-Bank im Altkreis Bersenbrück schüttet Erträge aus dem Gewinnsparen aus

4. Dezember 2015 / Nortrup / mi

Strahlend unterzeichneten zahlreiche Vertreter gemeinnütziger Einrichtungen bei der Spendengala der VR-Bank im Altkreis Bersenbrück eG die Empfangsbestätigung – besiegelt mit Stempeln, die die Delegierten gleich mitbrachten. Das Geldinstitut schüttet jährlich Erträge aus dem Gewinnsparen an Vereine, Verbände und Kirchengemeinden aus.

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Bildunterschrift:

Da kam Freude auf: Guter Dinge nahmen mehr als 30 Vertreterinnen und Vertreter von gemeinnützigen Organisationen und Vereinen die Spenden der VR-Bank eG im Altkreis Bersenbrück entgegen

Foto: Bernhard Middendorf

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Warum die Volksbank in der Lage ist, solche Zuschüsse zu bewilligen, erklärten Franz-Josef Morhaus und Ralf Stolte vom Vorstand. „Mit genossenschaftlichen Werten zum gemeinsamen Erfolg“ – das habe sich gerade in schwierigen Phasen der Kreditwirtschaft bewährt, so Franz-Josef Morhaus. „Wir gehen keine Risiken ein, sondern bevorzugen das ‚ganz normale Geschäft‘ mit unseren Mitgliedern und Kunden.“

Und von denen halten eine steigende Zahl „ihrer“ Bank die Treue: 6500 Mitglieder sind es; die Kundschaft ist sogar mehr als doppelt so groß. 191 Mitarbeiter und 11 Auszubildende an 19 Standorten beschäftigt die Genossenschaft – inklusive Raiffeisen-Warengeschäft und Baustoffhandel.

Der vom Vorstand humorvoll kommentierte Stummfilm aus alten Zeiten über „Agrarhandel und -wandel“ erregte viel Heiterkeit, ehe Theo Gärke, zweiter Vorsitzender „Rad Aktiv Eggermühlen – Bürgerinitiative für Verkehrssicherheit“, stellvertretend für viele ehrenamtlich Engagierte den Bau eines Radweges von Eggermühlen nach Döthen schilderte. Eine Unterschriftensammlung habe schon 2005 „Druck auf die Politik“ erzeugt; in der Prioritätenliste des Landes standen Eggermühlener aber weit hinten. 365 000 Euro für drei Kilometer lautete die Kostenschätzung. Aber das „Mammutprojekt“ sei erfolgreich durchgezogen worden. Mithilfe lokaler Unternehmen, jeder Menge Eigenarbeit und reichlich pfiffigen Ideen wie dem Verkauf des Bürgerradweges als „Meterware“ (40 000 Euro für 400 Symbolsteine), Modenschau, TV-Auftritt, Spendenaktionen und einem Besuch bei Minister Lies machte der Verein das nötige Geld locker; auch die Gemeinde gab schließlich Grund und Boden und übernahm ein Teilstück.

Nur „langlebige Wirtschaftsgüter“ seien förderungswürdig, erläuterte VR-Marketingchef Stefan Peters dann mit Blick auf die Verteilung des Geldes – für Anschaffungen wie Spielgeräte, Musikinstrumente, Waschbecken, Bücherregale, aber auch für „Großvorhaben“ wie Bürgerbus Badbergen, Beregnungs- und Flutlichtanlage, Bau einer Bühne oder Minigolfparcours.

Gut nachvollziehbar: Der Antrag von Pastorin Angelika von Clausewitz für einen Zuschuss zum Projekt „Himmlisch kochen“. Was aber – um Himmels willen – verbarg sich hinter der Abteilung „Grüne Männer“ der Herz-Jesu-Kirchengemeinde Grafeld, die eine Muldenkarre benötigte ? Das Rätsel um „Schleppnetze“ war schneller zu lösen: Nicht ein Fischereiklub, sondern der Tennisverein Neuenkirchen brauchte diese – zur Platzpflege. 

Viel Phantasie also bei den Anträgen, die aber alle auf soziale, sportliche, kulturelle oder kulturelle Zwecke zielen – Anliegen, die ausnahmslos der Allgemeinheit zugutekommen und von der VR-Bank konsequent unterstützt werden.