Geschäftszahlen 2016 vorgelegt

VR-Bank im Altkreis Bersenbrück zahlt zehn Prozent Dividende

16. November 2017 / Neuenkirchen / jp

Die VR-Bank im Altkreis Bersenbrück mit Sitz in Neuenkirchen kann trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurückblicken. Das unterstrichen die Vorstandsvertreter während der Generalversammlung.

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Bildunterschrift:

Die VR-Bank im Altkreis Bersenbrück hat inzwischen die 300-Millionen-Euro-Grenze bei der Bilanzsumme erreicht.

Text: Josef Pohl

Foto: Christian Geers

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Wie Vorstand Franz-Josef Morhaus aufführte, hat die VR-Bank im Altkreis Bersenbrück mittlerweile die 300-Millionen-Euro-Grenze bei der Bilanzsumme erreicht. Das Haus sei eine von nur noch drei Banken im Bereich des Genossenschaftsverbandes Weser-Ems mit einem Warenbereich. An diesem erfolgreichen Modell solle festgehalten werden.

12,5 Millionen Euro in fünf Jahren investiert

In den vergangenen Jahren sei viel in die Modernisierung und Weiterentwicklung der sieben Bank- und zwölf Agrarhandelsstandorte investiert worden – insgesamt 12,5 Millionen in fünf Jahren. „Diese Summen wollen erst einmal verdient werden“, so der Vorstandsvertreter, aber es seien Investitionen in die Zukunft der Genossenschaft. Investiert haben auch die Landwirte aus der Region kräftig, was auch seinen Niederschlag in der Entwicklung des Kreditgeschäftes der VR-Bank hatte, den das wuchs um 5,4 Prozent auf nunmehr 211,7 Millionen Euro an. „Unsere Kredite sich besonders sicher“, merkte Morhaus an, dass die Risikoquote (0,41 Prozent) deutlich unter dem Weser-Ems-Schnitt (1,21 Prozent) liege.

Null-Zins-Szenario trübt Ertragslage

Bei der Ertragslage des Hauses musste Morhaus angesichts des anhaltenden Null-Zins-Szenarios feststellen, dass die Ertragslage schon besser ausgesehen hat. Auf 300.000 Euro weniger als im Vorjahr bezifferte er das Minus. Was für die Mitglieder aber zählte, war die Tatsache, das weiterhin zehn Prozent Bruttodividende auf die Genossenschaftsanteile gezahlt werden soll. 224.000 Euro vom Gesamtgewinn von 883.000 Euro werden somit an die Mitglieder ausgeschüttet. Diesem Vorschlag folgten die mehr als 500 Besucher der Generalsversammlung, als Aufsichtsratsvorsitzender Karl-Hülsmann über die Verwendung der Jahresüberschüsse 2016 abstimmen ließ. Ein Drittel des Jahresgewinns fließt in die Rücklagen der VR-Bank. Das Eigenkapital konnte von 38,7 Millionen in 2012 auf mittlerweile 48,4 Millionen Euro gesteigert werden.

Vorstandsmitglied Ralf Stolte zeigte auf, dass die VR-Bank im Altkreis Bersenbrück erhebliche Mittel in die Region fließen lässt. Und das machte er nicht an den 22.000 Euro Spenden an Vereine und Verbände fest. „Wenn es gut läuft, dann sollen auch die Mitglieder profitieren“, erklärte Stolte. Neben 224.000 Euro Dividende gibt es im Agrarbereich eine Warenrückvergütung von 259.000 Euro, die direkt den Landwirten in der Region zugutekommt. Zudem konnten die Landwirte beim Bezahlen der Rechnungen noch 572.000 Euro Skonto abziehen, wie Franz-Josef Morhaus festgestellt hatte.

Fusion mit Volksbank Osnabrücker Nordland sinnvoll

An Steuer flossen 805.000 Euro, davon profitierten die Gemeinden mit 331.000 Euro Gewerbesteuer. Die Investition für das vergangene Jahr bezifferte Stolte auf 1.776.000 Euro, aber auch bei den Instandsetzungsmaßnahmen von 716.000 Euro hätten zumeist Unternehmen aus der Region den Auftrag erhalten. Und durch gut 7,6 Millionen Euro an Lohn- und Gehaltszahlungen floss auch Kaufkraft in die Region Osnabrück/Emsland. Am Ende summierte sich die Förderbilanz auf fast zwölf Millionen Euro.

In seinen Bericht ging Ralf Stolte zudem näher auf die erfolgreiche EDV-Umstellung ein und machte Werbung für die VR-Banking-App. Der Vorstandsvertreter erläuterte nicht nur die Veränderungen in den Strukturen der Raiffeisenagrar, die – wie berichtet – die Diskussionen in der Mitgliederversammlung stark bestimmten. Er ging auch auf die geplante Fusion mit der Volksbank Osnabrücker Nordland. Die Bilanzsumme werde dann bei gut 560 Millionen Euro liegen. Vorstand und Aufsichtsrat sind nach Stoltes Worten überzeugt davon, „dass diese Fusion sinnvoll ist“.

Bericht im Bersenbrücker Kreisblatt