Klares Votum der Mitglieder

Der Weg ist frei für VR-Bank eG Osnabrücker Nordland

14. Juni 2018 / Eggermühlen/Neuenkirchen / jp

Der Weg ist frei für die geplante Bankenfusion im Altkreis Bersenbrück. Auch die Mitglieder der VR-Bank eG im Altkreis Bersenbrück mit dem Zweigbetrieb Raiffeisenagrar stimmten einer Verschmelzung mit der Volksbank Osnabrücker Nordland zu.

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Bildunterschrift:

Geschafft: Über die Fusion freuen sich (von links) Günter Lonnemann (Ware), Franz-Josef Morhaus, Aufsichtsratsvorsitzender Karl Hülsmann, Ralf Stolte, Reinhard Lewandowski, Herbert Niemann und Frank Neuenfeld (Ware).

Foto: Josef Pohl

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Gab es in der ordentlichen Mitgliederversammlung der VR-Bank im Altkreis Bersenbrück im vergangenen November noch kräftig Gegenwind für Vorstand und Aufsichtsrat, so verlief die jüngste Generalversammlung im Saal Böhmann äußerst harmonisch und ging entschieden zügiger über die Bühne, als die Verantwortlichen gedacht hatten. Und die Beschlüsse fielen an diesem Abend allesamt einstimmig – so meinten fast alle anwesenden Mitglieder, Verantwortlichen und Gäste.

Eine Gegenstimme

Doch bei einem Punkt hatte es doch eine Gegenstimme gegeben, die Aufsichtsratsvorsitzender Karl Hülsmann vor lauter Freude über das Abstimmungsergebnis wohl übersehen hatte. Und auch den Stimmenzähler war es entgangen. Aber zum Glück gab es am Ende noch eine Korrektur des Abstimmungsergebnisses zur Verschmelzung der VR-Bank im Altkreis Bersenbrück mit der Volksbank Osnabrücker Nordland. Von den 240 anwesenden Mitgliedern mit insgesamt 542 Stimmen hatte bei der offenen Abstimmung Votum doch ein Mitglied die Hand erhoben, als der Aufsichtsratsvorsitzende die Frage nach den Gegenstimmen stellte. Aber dieser kleine Makel konnte die Stimmung bei den Verantwortlichen der bisher zwei Banken nicht trüben.

„Gutes Gefühl“

„Ich habe ein sehr gutes Gefühl bei dieser Fusion“, meinte Vorstandsmitglied Franz-Josef Morhaus schon vor der Abstimmung, denn schließlich war es bereits Nummer sieben während seiner Zeit an verantwortlicher Stelle. In der vergangenen Woche hatte der Grafelder das 65 Lebensjahr vollendet, gut 48 Jahre war er in der Genossenschaft tätig, davon 40 Jahre als Vorstandsmitglied. „Die handelnden Personen müssen zusammenpassen“, hatte Morhaus vor der Abstimmung festgestellt. Und mit Blick auf die Fußball-WM meinte er, dass der Ball nach dem eindeutigen Votum in der Generalversammlung der Volksbank Osnabrücker Nordland auf dem Elfmeterpunkt liege, jetzt müsse nur noch verwandelt werden.

Sein Vorstandskollege Ralf Stolte hatte den Mitgliedern verdeutlicht, dass die Verschmelzung kein notwendiges Übel sei, sondern eine Chance für die Genossenschaft und auch für die Mitglieder. Vorstand, Aufsichtsrat, Warenbeirat, Mitarbeiter und Betriebsrat würden die angestrebte Fusion voll und ganz unterstützen.

Erfolgsmodell Bank mit Ware

Das strategische Ziel der beiden Genossenschaften sei es, gemeinsam die wirtschaftliche Betreuung der Mitglieder und Kunden nachhaltig zu vertiefen. Zugleich gehe es darum, die Vertriebsausrichtung langfristig zu verbessern, um damit die bestehenden Markt- und Kundenpotenziale noch intensiver zu nutzen. Darüber hinaus sollen die Kostenstrukturen, insbesondere im Back-Office-Bereich, effizienter gestaltet werden. Am Alleinstellungsmerkmal „Bank mit Ware“ werde ganz bewusst festgehalten.

Auf Augenhöhe

Dieter Diener, Abteilungsleiter Unternehmensberatung des Genossenschaftsverbandes Weser-Ems, verlas den Mitgliedern das Prüfungsgutachten des Genossenschaftsverbandes. Im Anschluss stellte er fest, dass der Zusammenschluss die Basis für weiteres Wachstum sei und es sich um eine Fusion auf Augenhöhe handele. Nach dem eindeutigen Beschluss zu Verschmelzung und der Abstimmung über Erweiterung von Aufsichtsrat und Warenbeitrag machten die Mitglieder mit einer Satzungsänderung zugleich auch den Weg frei für das neue Gebilde VR-Bank eG Osnabrücker Nordland als Firmenname. Der Sitz der neuen Genossenschaft ist Fürstenau.

Zudem musste noch die eine oder andere Passage in der Satzung geändert werden, So fand neben dem Ehegatten nunmehr auch der eingetragene Lebenspartner Einzug in den Paragrafen 19 über die Willensbildung und auch in die Ausübung der Mitgliederrechte. Neu ist, dass in Zukunft Vorschläge für die Wahl der Mitglieder des Aufsichtsrates spätestens eine Woche vor der Generalversammlung eingegangen sein müssen. Außerdem gab es einige redaktionelle Änderungen, die ebenfalls einstimmig von den Mitgliedern genehmigt wurden.

Bericht im Bersenbrücker Kreisblatt